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Bitcoin - Wiederholt sich der Crash aus 2013?

Das Vorgeplänkel:

Wie fange ich denn meinen Artikel an, ohne dass gleich wieder alle wegklicken. 😀 Crashpropheten gibt es ja schließlich wie Sand am Meer. Ich bin hingegen von Anfang an beim Bitcoin dabei und mit ihm groß geworden. Anfangs noch selbst geschürft, konnte ich mich schnell für die Charts des Bitcoin begeistern. Denn anders als viele meinen, lässt sich der Bitcoin sehr sehr gut charttechnisch analysieren und somit auch wunderbar traden.

Vermutlich liegt es daran, dass in den herkömmlichen Tradingsektoren (Rohstoffe, Forex, Indizes etc.) selbst die Anfänger über ein hohes Know-How ím Bezug auf Tradingtechniken verfügen und bereits mit fortgeschrittenen charttechnischen Mustern sowie den psychologischen Fallstricken vertraut sind. Beim Bitcoin hingegen haben wir es mit einer völlig neuen Masse zu tun, von der der Großteil noch nicht einmal etwas von einem "Chart" gehört hat und so lassen sich genau diese nach den einfachsten Regeln der Chart- und Markttechnik die Gewinne aus der Tasche lupfen. Aber ich schweife ab.

Nachdem 2010 die ersten Bitcoinbörsen aus dem Boden wuchsen und man nicht mehr seine Coins in Foren auf Vertrauensbasis durch die Welt jagen musste, kristallisierte sich schnell welche Börsen das Rennen machen konnten. Während die erste offizielle Bitcoin-Zahlung im Mai 2010 über die Bühne ging, bei der ein Programmierer aus Florida 10.000 BTC für zwei Pizzas überwies, kletterte der Wert des Bitcoin immer und immer weiter. Im Jahr 2013 erreichte eine der damals umsatzstärksten Börsen "MtGox"  am Freitag nach meinem Geburtstag, den 29.11.2013 (werde ich nie vergessen) ein absolutes Hoch bei 1242 USD. Zu diesem Zeitpunkt ging der Hype in jedem Tech-Forum hoch und runter, Kaum gab es ein anderes Thema. Zweifel hatte zu diesem Zeitpunkt kaum einer mehr, außer die die schon seit 10 USD den Bitcoin zu Boden diktierten.

Doch während der Bitcoin sein absolutes Hoch bei 1242 USD feierte, kämpfte MtGox schon unter vorgehaltener Hand ums Überleben. Von außen war dies kaum zu sehen. Im Gegenteil! So hatte MtGox ein Hoch bei 1242 ausweisen können. Alle anderen Börsen konnten gerademal Hochs vorweisen die etwa 100 USD tiefer notierten. MtGox, ich meine mich zu erinnern, reduzierte bereits zwei Monate vor Erreichen dieses Hochpunktes, Abbuchungen auf 1000€ wöchentlich.  Buchte man also bspw. 10.000€ von der Börse auf sein Bankkonto, wurde die Zahlung aufgeteilt und verzögert behandelt. Die Gerüchte über mögliche finanzielle Schwierigkeiten der Börse machten eh schon länger die Runde. Interessiert hatte es aber niemanden. Der Profit war schlichtweg zu einfach greifbar. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich bereits von meinen Coins getrennt und wartete auf meine stückchenweise einfliegenden Auszahlungen. Und dann kamen plötzlich keine mehr. Nur wenige Tage später unterband MtGox den Transfer von Bitcoins außerhalb der Börse. So konnte seine Coins nur noch an der Börse verkaufen ohne sie ins private Wallet zu transferieren. Wenige Wochen später war klar: MtGox geht in die Insolvenz und alle Guthaben sind eingefroren. Ursache: ein angeblicher Hackerangriff.

Und nun gehts los:

Was auf das Vorgeplänkel folgte war ein Crash im Bitcoin im Winter 2013/2014. Vom Höchststand bei 1242 USD ging es binnen 4 Monaten hinunter auf 91 USD bei MtGox. Genau der Börse die zuvor noch viele Fans dadurch anzog, dass Bitcoins auf MtGox teils 100 USD teurer gehandelt werden konnten, als auf den anderen Börsen.

Genau diese anderen Börsen konnten den folgenden Crash wesentlich besser wegstecken. Aber auch diese mussten massiv unter dem Imageschaden im Bitcoin leiden. So wurden selbst 12 Monate später auch auf diesen Börsen Notierungen von 150 USD im Tief erreicht. 

Seitdem analysiere ich den Bitcoin auch regelmäßig in der Facebookgruppe Dax Trader von Finanzen.net oder hier auf monkeys. So wurden einst Einstiegsmöglichkeiten bei 300/311 USD mit Ziel auf 515 und 840 aufgezeigt, die wunderbar aufgingen.

Bitcoin-Analyse
Auszug Facebookposting "DaxTrader von Finanzen.net"-Gruppe

Nachdem das Ziel bei 840 USD dann abgearbeitet wurde, erhöhte ich mein Kursziel gar auf den Goldpreis, der zügig erreicht werden sollte. 

Nachdem das Gold nun mit einer Notierung von 1280 USD hinter sich gelassen wurde, erhöhte ich mein Kursziel in einem Post in der o.g. Gruppe weiter auf 1400 USD und in der Übertreibungsvariante gar auf bis zu 1569 USD. Ich bin somit keineswegs einer der typischen Crashpropheten, aber nun stehen wir halt hier bei 1500 USD und das Risiko ist latent.

Und warum soll der Bitcoin nun crashen?:

Der Bitcoin arbeitet nun weiter die charttechnisch wichtigen Kursziele ab und befindet sich hier aktuell an einem möglichen Scheidepunkt. Auf Tagesbasis ist auch eine 1569 noch erreichbar. Die 1772 USD ist ebenso ableitbar, meiner Meinung nach aber nicht stichfest genug. Daher wäre es nach dem Chart völlig normal, wenn der Bitcoin nun hier aus der Zone zwischen 1500 USD und 1569 USD ordentlich in die Knie geht.

Ich befürchte gar, dass sich das Drama aus 2013 wiederholt. Im Untergrund kursieren bereits wieder Versionen von ausbleibenden Zahlungen von Bitfinex-Nutzern. Bereits vor zwei Wochen nahm Bitfinex Stellung zu nicht gutgeschriebenen Einzahlungen, die aber angeblich auf ein Problem des Taiwanischen Kreditinstituts zurückzuführen waren. Nun häufen sich Berichte von Nutzern die vergeblich auf Auszahlungen in Schweizer Franken und Honkong Dollar warten würden. Ich habe  daher nun zum Kurs von 1499 USD meine kompletten restlichen Bitcoin-Guthaben verkauft und die Guthaben von den Börsen zur Auszahlung angewiesen.

In den folgenden zwei Charts sehen Sie die aktuelle Differenz zwischen Bitfinex (1620 USD)..

..und BitStamp (1504 USD).

Auch hier sind es nun wieder etwa 100 USD Differenz, wie bereits 2013. Sollte sich die Geschichte wiederholen und der Bitcoin tatsächlich crashen, werde ich mich zu 865 USD wieder beginnen einzudecken. Dann aber nicht auf Bitfinex 😉

So und nun machen Sie das Beste draus.
Gutes Gelingen! Martin

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