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Bitcoin, der Goldpreis ist das Ziel!

Liebe Leser,

vor etwa 5 Jahren zog der Bitcoin binnen eines Monats vom Oktobertief 2012 bei 9 USD auf 13,9 USD und verblüffte mit 50% Zuwachs alle die, die schon im Augustpeak 2012 das Ende des Bitcoin ausriefen, als dieser sich vom Jahrestief bei 3,80 USD in einem gewaltigen Blow-Off bis auf 16,40 USD hoch katapultierte. Immerhin kam dies mehr als einer Vervierfachung gleich. Doch der Bitcoin wusste es seine Kritiker zu brüskieren und durchbrach zum 07.01 2013 die Schallmauer.

Bitcoin-Analyse
Chartdarstellung: BTC/USD W1 2012-2013, Handelsplatz: Bitstamp

In den darauf folgenden Wochen zeigte der Bitcoin dann durch 12 grüne Wochenkerzen in Folge, dass man ihn nicht unterschätzen darf. Nahe zu alle, die den Bitcoin seit Entstehung (2008) verfolgten, waren schlichtweg nur verdutzt was da dann abging. Er ließ die 15 USD hinter sich, die 25 USD, die 50 USD und auch die 100 USD. Ich selbst verlor bei 100 USD dann die Nerven und stieß meine wenigen Coins ab und freute mir ein Loch in den Bauch. Doch die Freude hielt nicht lange an, nur eine Woche später stand der Bitcoin bereits 150 USD höher bei 250 USD. Der absolute Irsinn, meine Forenbekanntschaften waren zu dem Zeitpunkt, wie ich ja auch, alle Flat (nicht mehr investiert) und schauten ungläubig zu. Als der Bitcoin dann von 250 USD zurücksetzte sprangen die ersten bei 200 wieder auf den Zug. Die nächsten bei 180 USD, dann bei 150 USD und dann bei 50% Korrektur nahezu der komplette Rest, ich inklusive. Doch der Bitcoin hielt nicht bei 125 USD und auch nicht bei 100 USD, er hämmerte direkt wieder auf 60 USD herunter und verlor somit 75% binnen einer Woche. Die durch die Erschließung des europäischen Marktes ausgelöste Blase war geplatzt und der Bitcoin wurde in Grund und Boden geschrieben. Das Ende des Coins war nahezu abzusehen. Technische Probleme hier, aufsichtsrechtliche und regulatorische Eingriffsversuche dort, es sah nicht gut aus für den Bitcoin. Und dann kam China und knallte das Ding ab Ende September 2013 binnen acht Wochen von 85 USD auf 1163 USD. Das Hoch notierte dabei von Handelsplatz zu Handelsplatz unterschiedlich. Die wohl wichtigste Börse "MtGox" notierte seiner Zeit sogar mit 1242 USD pro Bitcoin im absoluten Hoch und klatschte dabei einmal an den Goldpreis von unten an, um "Hallo" zusagen.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, wenn man nicht live dabei war. Das wäre wie als würde man einen Dax-Kontrakt bei 11400 kaufen und der Dax würde binnen 8 Wochen auf bis zu 165800 steigen!!!! Punkt Punkt Punkt.

Die Freude hielt jedoch erneut nicht lange an, nachdem man seine Gewinne von MtGox mittlerweile schon nur noch Häppchenweise abziehen konnte und Auszahlungen auf 1000 USD pro Monat begrenzt wurden, wurde kurze Zeit später der Abzug von Bitcoins von der Börse gesperrt. Insolvenzgerüchte kamen auf und der Bitcoin rauschte erneut hinab. Bei MtGox fiel der Kurs auf 135 USD. Auszahlungen kamen nicht mehr an, Nachfrage zwecklos. Kurz darauf wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Auf mysteriöse Umstände waren an die 600.000 Bitcoins abhanden gekommen. Angeblich durch einen Hackerangriff der eine Schwachstelle im Bitcoin ausnutzte. Der Bitcoin, der durch seine technische Konstruktion genau darauf ausgelegt war fälschungssicher zu sein, wurde Opfer von Betrug durch die Ausnutzung von Schwachstellen im Transaktionsprozess. Wer nicht weiß was der Bitcoin ist, dem sei hier kurz gesagt, dass es sich um Kryptowährung handelt. Also digitales Geld. Die Bitcoins bewahrt man dann in einer kleinen Software-Anwendung auf (Wallet), die man auf jeden USB-Stick, Diskette oder was auch immer kopieren kann. Nur wer den Schlüssel (das Passwort) zum Wallet hat, kann nachweisen, dass er der Besitzer des Geldes ist. Die Transaktionen des Bitcois von Nutzer zu Nutzer werden anhand einer riesigen Transaktionskette dokumentiert, der sogenannten Blockchain.  Dabei ist jede Transaktion mit Bitcoins auf jedem System für alle Nutzer weltweit ersichtlich, da es nur eine einzige Transaktionskette gibt, an der alle Rechner gemeinsam arbeiten und diese fortführen. Das bringt den Vorteil, dass keine Bitcoins vervielfacht, gefälscht oder doppelt ausgegeben werden können. Entweder der Bitcoin ist dem Nutzer in der Blockchain zugewiesen oder nicht. Ist eine Transaktion durch, gibt es kein zurück. Wer sein Passwort zum Wallet verliert, hat keinen Zugang mehr zu seinen Coins.

Durch den technischen Verlust der Bitcoinbörse "MtGox" zerbrach somit bei vielen das Grundvertrauen in das System. Der Vorteil blieb aber weiterhin bestehen. Transaktionen dezentral und anonym zu übermitteln. Denn bei einer Transaktion übermittelt man seinen Betrag an eine Absenderadresse. Diese Adresse kann jeder Empfänger, wenn möchte, pro Transaktion einmalig anlegen lassen. Der Absender sieht dann weder den Empfängernamen, noch die Börse an die die Transaktion geht, sondern lediglich eine 27-34 lange Zeichenfolge. Das ermöglichte Beträge, ganz gleich ob aus einem Auftragsmord, Steuerhinterziehung oder Drogengeschäften unbemerkt von A nach B zu übertragen, binnen weniger Minuten und über Ländergrenzen hinweg. Der Bitcoin fiel in Folge des Vertrauensverlustes auch auf anderen Börsen noch bis Anfang 2015 auf etwa 150 USD und konnte sich dort stabilisieren.

Als der Bitcoin dann 2015 erneut im November zur Übertreibung ansetzte, begann ich meine Erfahrungen mit dem Bitcoin in Form von Analysen zu teilen und zeigte interessante Kaufzonen in einer Facebook-Gruppe auf. So ging ich nachdem Anstieg auf 500 USD davon aus, dass der Bitcoin nochmal auf 300 USD zurücksetzen würde um anschließend bis 630 und 840 USD anzusteigen. Nachdem das Niveau um 300 USD dann verteidigt wurden bekräftigte ich die Kursziele nochmals und bestätigte diese mit Überschreiten der 515 USD erneut.

Bitcoin-Analyse
Auszug Facebookposting "DaxTrader von Finanzen.net"-Gruppe

Dies ist nun nahezu ein Jahr her, daher hatte ich im letzten LateNightTalk, der aller zwei Wochen stattfindet und zur Diskussion von Dax, Dow, Rohstoffen und Einzelwerten genutzt wird, meine Analyse mal aktualisiert und das Kursziel bei 840 aufgehoben und stattdessen 959 und 1245 als Ziele ausgerufen.

Dabei berufe ich mich auf eine Methodik der die Fibonacci-Retracements zugrunde liegen. So orientiert sich der Bitcoin gerne an einem Retracement der vorherigen Konsolidierung zur Kurszielfindung. Im Allgemeinen lässt sich der Bitcoin sehr sehr gut charttechnisch analysieren und handeln. Wer da mehr lernen möchte kann ja mal unter den Seminar-Reiter gucken, da stehen im Februar, Mai und Juli wieder ein paar Termine drin, für charttechnische Seminare, wie z.B. das am 18.02. in Hamburg (->hier<-). Was im Bitcoin funktioniert, funktioniert auch bei anderen Währungspaaren oder im  Dax , Dow, WTi , Gold und anderen Werten sehr gut.

Bitcoin-Analyse
Chartdarstellung: BTC/USD W1 2015-2017, Handelsplatz: IG-Indikation

Weitere Widerstände die sich aus dem Bitcoin-Chart und dem Orderbuch ablesen lassen können, sind bei 945, 995 und 1140 USD auszumachen. Ich bin mir relativ sicher, dass der Bitcoin den Goldpreis erneut attackieren wird um sich mit diesem auf ein Niveau zu begeben. Immerhin ist der Bitcoin dem Gold ein ernsthafter Konkurrent. Gerade die Kapitalflucht aus China, das Bedürfnis sich in währungsunabhängigen Werten abzusichern, hat viele zu Gold getrieben. Doch das Halten von Gold ist unglaublich teuer und somit deflationär, wenn der Goldpreis nicht adäquat mit der Inflationsrate ansteigt. Sprich, wenn sie heute 100.000 Euro in Gold investieren, wird ihr investiertes Kapital durch die Lager und Verwahrkosten sinken. Fällt der Goldpreis noch dazu haben sie etwas an der Backe, dass Ihnen einen Glauben abverlangt. Den Glauben, dass Gold irgendwann mal wieder steigen wird. Einen Glauben den der Bitcoin im Stande ist zu befriedigen. Komme was wolle, der Bitcoin zeigt immer und immer wieder, dass er Rückschläge wegstecken kann. Er hat bereits mehrere Krisen überlebt und schafft immer neue Allzeithochs. Und Gold? Gold steckt nun das zweite malsei 1970 in einer Krise in der es einem Rückgang um fast 50% gegenüber steht. 1980 fiel Gold schon einmal mehr als 50% und hatte 18 Jahre lang daran zu knabbern. Gold muss also erst noch beweisen ob es als traditionelle Wertanlage in der digitalen Zukunft überhaupt noch einen Platz hat oder erneut für 20 Jahre in den Katakomben versauern wird. Das Argument der Wertstabilität zählt somit nicht mehr, oder wollen Sie mir erklären, dass ein Wert der 50% herunter kommt, als Wertstabil bezeichnet werden kann? Dann doch lieber einen Wert der mal 75% runter kommt und aber schon ein Jahr später wieder auf vergleichbarem Niveau oder 200% höher notiert.

Ich erinnere hier an meine Goldanalyse von Ende September (->hier<-), in der ich mit Unterschreiten von 1285 ein Kursziel von 739 USD ausgerufen hatte. Das erste Viertel haben wir im Gold schon geschafft. Der Bitcoin hat es somit nicht mehr ganz so weit.

Ich rufe also hiermit im Bitcoin ein Kursziel von 1140 USD (angelehnt an den Goldpreis) aus! Rücksetzer von  945-959 und 995-1005 sollten eingeplant werden, sind aber kein Muss.

Über 1140/1165 und viel mehr über 1240 entsteht dann mit jedem weiteren Hoch im Bitcoin ein neues Kaufsignal. Folgt man der Fibo-Logik des Bitcoin erhalten wir ein Kursziel von 2772 USD und das nicht auf 10 oder 20 Jahre, nein, viel viel früher 🙂

Mehr zum charttechnischen Hintergrund gibt es im Video in dem auch nochmal ein Mitschnitt aus dem LateNightTalk zu sehen ist. (Anmeldungen zum kostenlosen 2-wöchentlichen LateNightTalk ist übrigens ->hier<- möglich).

So und nun freue ich mich auf die Diskussionen und das Erreichen von 1140 USD 😉

Liebe Grüße
DrMartin Kawumm

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