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Nutzerfrage zum Eigenhandel und den TAs

Da auch hier bestimmt wieder für andere auch von Interesse, noch was aus dem heutigen Mailverkehr.

--- NUTZERFRAGE ---

[..] weiß ich nicht, wie ihr mit den TA-Limits umgeht. Prüft ihr bzw. sollten wir als Endnutzer die „Situation“ vor der Platzierung der Order checken, ob sich der DAX bei 11.830 fängt und wir long gehen können/sollten oder handelt es sich bei den Limits tatsächlich um fixe Limits, welche wir am Markt platzieren. […]

[..] Eine generelle Frage hätte ich noch: Bedeutet es, dass ihr selbst auch nicht handelt, wenn keine neuen Tradingansätze neben den ELISA ZT-Trades geteilt werden, z.B. letzten Freitag? Oder teilt ihr nur die „großen“ Setups/ TAs mit den höchsten Wahrscheinlichkeiten?  […]

--- ANTWORT---

Abend in die Runde 🙂

Fangen wir mal mit der 2. Frage an. Wir handeln grundsätzlich alle TAs und ZT-Trades auch auf unserem Konto. Bei den „Elisa“-Trades oder auch den Wizard-Zonen im Forex handelt es sich um Bereiche, die sich durchaus aus der Distanz schon ableiten lassen. Wir unterstellen also, dass entweder am Niveau A B C oder zum Zeitpunkt X eine bestimmte Bewegung und das per fester Ausführung über ein Limit oder eben der ZT-Trade dann immer 11:30 Uhr.

Die Trades eignen sich recht gut für den Mailverteiler, da sie zum einen deutlich im Voraus angekündigt werden können und zum anderen auch immer mit Argumenten unterlegt sind, die einen selber dann abwägen lassen können, ob man das mit macht oder nicht. Wir möchten ja auch denen ermöglich die über den Tag beruflich eingebunden sind und die Mails teils erst mit deutlicher Verzögerung lesen, das noch mit abzubilden.

Wer die Gelegenheit hat, live davor zu sitzen, sollte diesen Vorteil meiner Meinung nach aber auf jeden Fall ausspielen und durchaus „mit dem Markt gehen“. Das heißt den Trade erst ziehen, wenn die Zone auch angelaufen / verteidigt wird und man ggf. schon vorab am Muster erahnen kann, ob der Markt reaktionsbereit ist. Ich denke eine Ausführung per Hand hat immer mehr Vorteil, wenn man Herr seiner Sinne ist. Der Handel per Hand ist dann natürlich immer auch psychisch herausfordernder als einfach ein Limit stehen zu haben das man nicht mehr anfässt. Wer selber zu vielen Fahlentscheidungen neigt, bei der manuellen Ausführung, der sollte halt das Limit setzen.

Über die TAs ZTs hinaus traden wir natürlich auch andere Sachen. Versuchen dort aber eher mit dem Markt zu gehen und auch mal mit dem Risikomanagement etwas zu spielen. Es gibt ja diverse Techniken, wie man sich die natürlichen Schwankungen einfach so zu Nutze machen kann, ganz ohne Chart, ohne Volumen und ohne irgendwas. Sowas kann man sich ja alles beibringen lassen und erlernen. Diese Trades sind in der Regel sehr kurzfristig ausgerichtet. Auch der Einstieg erfolgt recht spontan, da die dann wirklich in Abhängigkeit des Marktes erfolgen. Wir haben dabei immer eine grundsätzliche Richtung die wir anspielen wollen und warten dann eben auf die entsprechenden Signale aus dem Markt. Das können kleine Kerzenformationen sein, dass kann ein bestimmtes Muster im Zucken des Marktes sein oder einfach eines unserer Level das schön vom Markt angenommen wird.

Das sind alles Trades auf die wir dann recht lange warten und daher am Tag auch manchmal nur 1-3 Trades starten, die aber dennoch sehr kurzfristig entschieden werden und meist nicht länger als 5-10 Minuten andauern. Die Sachen können wir so leider nicht im Mailverteiler verschicken, das funktioniert einfach nicht. Wenn ich bspw. manuell bei 11860 Long einsteige, mit 15 Punkte Sl, weil der Markt nach oben aufzudrehen scheint, genau wie zuvor im Update erwartet und beschrieben und dann leicht zu pulsieren beginnt, wäre das Mail fertig, wenn der Markt schon bei 11865/11868 steht. Das Mail gelesen hätten die ersten dann wenn der Kerl schon bei 11870/11875 steht und bei 11880 habe ich dann schon wieder den Exit gezogen, weil mir die 20p reichen. Bis die Mail über den Exit dann raus ist, wären wieder 10p runter zu vergangen und der Mail-Leser ein paar gute Punkte im Minus. Sowas funktioniert leider einfach nicht über den Mailverkehr. Da müsste man schon eine LiveSession abhalten.

Daher geben wir mit den Updates schon immer auch so die Richtung mit an, wo wir Ziele und wo wir wichtige Marken sehen. Von wo bis wo sich Bewegungen ziehen dürften, und dann beißen wir uns da Teilstücke raus. Umso mehr die Marken betont werden, umso sicherer kannst Du Dir dann sein, dass wir entweder auf die Marke kurzfristig hin handeln, oder eben dann davon weg. Der Markt muss es halt angehen. Auch diese immer wieder benannten Rücklaufmarken, handeln wir recht gern oder eben auch darauf hin. Wichtig ist nur, dass der Markt mit spielt und auch die Sachen annimmt, wenn der schon 08:00 Uhr 09:00 Uhr alles kaputt gemacht wird, dann handeln wir auch meist den ganzen Tag nicht.

Das „nicht-handeln“, was Du ja auch angesprochen hattest ist dabei von vielen Faktoren abhängig. Zum einen wie fühle ich mich selber? Wie gut greift der Markt in die Zonen und was drückt von außen auf mich gemütsseitig ein. Wichtig ist beim Handeln, dass wir routiniert arbeiten. Und Routine kann nur Routine sein, wenn man auch immer wieder gleich agiert. Wer sich jeden Tag aber anders fühlt, der handelt nicht jeden Tag gleich. Der handelt den einen Tag mit der Risikoneigung und den anderen mit einer anderen Risikoneigung. Das ist schlecht und führt unterm Strich zu Verlusten. Meine schlechtesten Handelstage sind immer Konsequenz von Gemütsverstimmungen, Anspannungen oder anderem Übel das von außen einwirkt. Und dann macht man Fehler. Fehler die man nicht mehr machen wollte, oder die man eben sonst nicht macht. Daher sollte jeder Trader vor jedem Tag bestimmen, in welcher Verfassung er selbst mental ist. Da gibt es manche die meditieren oder andere wie mich, die sich dann in ihre Risikotabelle ein Kreuz machen und einfach an dem Tag nicht handeln. Wie zum Beispiel den letzten Freitag eben. Da war nun nicht ich selber ausschlaggebend sondern einfach der Markt und das hohe Marktrisiko durch Trump und Co. Da ist kein Ticket drin und da kommt dann auch keines rein. Selbstverhängte Tradingsperre nenne ich das dann. Und selbst wenn ich dann doch gute Chancen sehe, lasse ich die einfach aus. Das wird dann eh nichts, und wenn doch, dann ist das eben so. Aber man muss sich selber zähmen und im Zaun halten.

Man muss im Wohlfühlbereich bleiben um Routine auszuspielen. Dann ist es auch egal was man handelt, da reichen schon die einfachsten Systeme oder Techniken. Selbst die ELISA-Ansätze sind nun wirklich so primitiv einfach und in der Regel ohne situatives Abwägen nach Marktlage und trotzdem liegt ELISA im Jahresplus und hat uns seit Beginn an auch jedes Jahr eine grüne Performance reingestellt. Auch wenn das dann Phasenweise immer nach Plus/minus Null oder auch nach absoluter Katastrophe aussieht, kommt am Ende dennoch durch die Routine ein Profit bei raus und darum stellen wir es eben auch bereit. Um zum einen zu zeigen was Routine ausmacht, und sich selbst mit etwas zu vergleichen zu können das relativ trocken einfach langweilig dahin läuft. Am Jahresende steht das nicht mit einem geschrottenen Depot und Rekapitalisierungsmaßnahmen da, sondern mit einem Depotzuwachs und das eben durch Trading.

Also abschließend kann ich nur sagen, es sollte jeder versuchen sein eigenes Ding aus den Ansätzen zu machen. Es als Inspiration und viel mehr auch Orientierung zu sehen. Wo sind die markanten Punkte im Chart und dann einfach das zum eigenen Vorteil ausnutzen, aus der natürlichen Schwankung zwischen den wichtigen Marken eben Profit ziehen. Das bekommt man gut aus den Mails auch rausgelesen, wenn man den richtigen Fokus ansetzt. Nicht zu viel wollen und kleine Brötchen backen. Das klappt eigentlich im Trading am besten. Stück für Stück einfach weiter im Programm, aber eben immer versuchen mit dem Markt zu schwimmen und sich einfach unterordnen. Läuft er korrektiv, dann korrektiv handeln, läuft er auf Strecke, dann umschalten und auch prozyklisch mit ansetzen, eben all das, was dann als trading-Handwerk zu verstehen ist. Und das kann man ja lernen oder sich beibringen lassen. Ein gewisses Repertoire an Strategien und Techniken sollte jeder irgendwo haben um eigenständig auf Marktsituationen zu reagieren.   #Wa1


Hinweis gemäß §85 WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor erklärt, dass er zum Zeitpunkt der Analyse im Besitz von in der Analyse erwähnten Finanzinstrumenten ist und weist auf den bestehenden Interessenkonflikt hin. Weiterhin spiegelt der Inhalt des Beitrages die persönliche Meinung des Autors wieder. Dieser übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus. Dieser Beitrag stellt keine Kaufs- oder Verkaufsempfehlung und somit auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf, dar. Bedienen Sie sich der aufgezeigten Kurszonen, handeln Sie auf Ihre eigene Verantwortung. 

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