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Nutzerfrage zum Plugin und Esma-Entscheid

FRAGE: Könnt ihr mir nochmal eine kurze Erklärung bezüglich der Farben/Linien (gestreichelt od durchgehend) schicken!?
Zb gestern beim eur/usd ist die türkise Zone im Bereich 1,20700 gut angelaufen…setze ich dann mein Stopp loss unterhalb eurer Zone und wo gehe ich rein? Und färbt ihr sie gelb ein, wenn er wieder (in diesem Fall) hochdreht? Ich bin ganz gut reingekommen u die Amis haben mich dann durch ihr nervöses hin u her bei 0 ausgestoppt:-(

ANTWORT: Also grundsätzlich sind alle gestrichelten Linien als gleichwertig anzusehen und entstammen horizontalen Erhebungsmethoden (also z.B. Fibos, Resist & Support etc.).. Fibos als solche sind aber manchmal auch direkt eingezeichnet, wenn sie der gleichen Zeiteinheit entstammen. Die Linien sind dann auch durchgezogen, aber genauso wertig, wie die gestrichelten Linien. Liegt so ein Fibo-Level dann auf einer gestrichelten Linie zusammen, ist das besonders wertvoll, weil dabei ein Cluster entsteht!! Das heißt, dass das Level eine erhöhte Reaktionsfreudigkeit bekommt durch die Clusterung verschiedener Ansätze. Im Chart unten sieht du z.B. die Clusterung am 23.6er Fibo und einer gestrichelten Marke. Als der Markt von unten die Marke angelaufen hat, hat er dort deutlich reagiert, daher hatten wir bis dahin auch die Reaktion (blaue bzw. dann goldene Route) erwartet aus dem unteren Cluster von der 161iger Fibo-Extension (FE 161,8 im Chart) und der gestrichelten horizontalen Marke.

Die durchgezogenen Linien (lila oder auch mal orange) sind Trendlinien die Muster abgrenzen. Also Trends, Flaggen, Dreiecke, Keile etc. Auch diese Linien zählen als Widerstände bzw. Unterstützungen. Der Fokus sollte hier aber eher darauf liegen, dass bei Bruch des Musters dann Bewegung entstehen kann, die vom Muster abgewandt ist. Also Bewegung vom Muster weg. Ob die Linie dabei Lila oder Orange ist, ist egal, in der Regel nehmen wir ab und an auch verschiedene Farben um die Muster besser auseinander halten zu können.

Golden färben wir sie ein, wenn der Trade abgesichert werden sollte und die Möglichkeit besteht bzw. bestand einen Teilverkauf zu tätigen. Im M15 und höher erfolgt das sobald 15-30p angelaufen wurden, und die Zone wird golden. Hier sollte aber nicht auf uns gewartet werden. Das dient eher mehr der nachträglichen Dokumentation, dass die Zone angelaufen bzw. abgearbeitet wurde. Wir nehmen hier durchaus 15p als Faustformel. Anders ist es im M5, z.B. im FTSE oder DAX, da werden je nach Marktlage (also ob saubere Bewegungsphase oder nicht) auch ab und an mal kleine Zonen gesetzt. Die sollten schon wesentlich früher abgesichert werden (5-7p), demnach wird hier auch die Zone schneller auf golden gestellt. In der Regel kann man auch sagen, dass etwa die breite der Zone als Reaktionsmindestziel gesehen werden kann. Wenn also eine Zone im M5 dann 15p breit ist, dann wird auch erst ab 15p auf Einstand abgesichert. Im folgenden Beispiel waren die Zonen hier 10p breit, da sollte dann auch erst ab 8p der SL auf Einstand gezogen werden. Also orientier Dich ruhig an der Zonenbreite immer etwa. Die bestimmt letztendlich ja auch das Risiko  

Also zusammenfassend:
-Gestrichelt oder nicht gestrichelt ist egal. Es sind alles wichtige Punkte dann.

-Lila und orangene Linien markieren Musterbegrenzungen/Trends.
-türkis sind mögliche Wegrouten (lange Striche), Reaktionsmarken (kurze geknickte Striche) oder Widerstandszonen (Kästchen). Sind diese abgearbeitet oder angelaufen werden sie goldene gefärbt

-Sl sollte immer hinter die Zone und am besten auch hinter andere Widerstände, in der Regel Faustformel 15p ok. Wenn aber alle hier 15p als SL reinknallen kann ich versprechen, dass der Markt die 15p dann immer punktgenau abrasiert 😉 daher ruhig etwas variieren. Bei kleinen Zonen darf auch mal weniger, bei großen Zonen auch durchaus der SL soweit hinter der Zone, wie die Zone dick ist.

-ganz wichtig. Erfahrungswerte sammeln. Beobachten was gut klappt und was nicht, und dann erst handeln. Dabei stets dran denken, dass jedes System Drawdown und Overperformance-Phasen hat. Eine Systematik aufzugreifen, die nun 8x hintereinander geklappt hat ist somit riskant, da die nächsten 4x sicher erstmal wieder in die Hose gehen würde, bevor die nächste Siegesserie kommt.
 

FRAGE: Ist es sinnvoll bei der Eröffnung um 8h/9h und um 14h30/15h30 erstmal abzuwarten (ohne Stopp) in welche Richtung der Markt will?

ANTWORT: Hier kann ich nur sagen: bitte eigenen Erfahrungswert sammeln. Ohne Stopp möchte ich niemandem empfehlen, der nicht weiß was er tut und noch in der Findungsphase ist. Was wir persönlich machen und was ich jedem empfehlen kann, ist einfach sich aus solchen Phasen rauszuhalten. Trade absichern auf 0, vorher beenden oder gar nicht erst zu einer Zeit um die Eröffnung neue Positionen beginnen. Mehr Risiko zu gehen, nur um bei „unkontrollierten“ Bewegungen, wie z.B. dem nervösen Börsenopen, im Markt zu bleiben, ist denke ich der falsche Ansatz für ein risikoorientiertes Money-Management. Ich gibt ziemlich viele Tage in denen die Werte Punkt 08:00, 09:00, 14:30 oder auch 15:30 Uhr in eine Richtung losrennen und nicht wieder zurückkommen. Da dann ohne Stopp unterwegs zu sein, muss man nicht haben.

FRAGE: Noch eine letzte Frage bez. der Regulierungen der Esma: was würdet ihr Kleinanlegern raten? Für eine Anmeldung als Profi Trader fehlt mir die Ausbildung und 500 000 Eigenkapital… und bei den neuen Regeln muss der Broker ja eine Position schließen, wenn der Verlust der Position die Hälfte der Margin beträgt…
Optionsscheine und knock-out Zertifikate sind dann eigentlich ( bez. Hebel) in gewisser Weise attraktiver als Cfd’s….?
Viell könnt ihr kurz euren Senf dazu abgeben;-)

ANTWORT: Wir sind hier selber momentan gespannt, wie das wird und wollen es auch selber erst einmal probieren, mit einem 20iger Hebel auf einem kleinen Depot zu handeln. Fakt ist und ich denke da wiederspricht niemand: Wer kein 2000€ kapitalisieren kann wird wohl den Spaß am Trading verlieren. Einfach aus dem Grund, weil sich niemand den ganzen Tag hinsetzen wird um die ganze Zeit nur einer einzigen Position zuzuschauen. Bei dem Einsatz steht dann der Aufwand auch irgendwo nicht mehr im Verhältnis zum möglichen Ertrag. Es wird sich niemand hinsetzen und hier jeden Tag die Börse beobachten, wenn er nicht die Chance hätte damit ein attraktives Einkommen zu erzielen. Mal unabhängig davon ob man es schafft oder nicht, man rechnet ja damit was möglich wäre. Und Stand heute kann man selbst mit einem 500€ Depot 1500€ am Monatsende nach Hause fahren. Das geht künftig nicht mehr. Künftig kann man mit einem 500€ Depot nur noch 0,8 CFD im Dax kaufen. Das geht bei Admiral zum Glück trotzdem durch die Minilot, ist aber nicht mehr so lukrativ wie wenn man 5 CFD handeln kann. Bei vielen CFD-Brokern geht das aber nicht erst. Demnach sind es die kleinen die gebeutelt werden. Studenten und angehende Trader die sich mit wenig Kapital erstmal den Erfahrungsschatz aneignen wollen.  Für alle anderen, also die die über Einlagen von 2000€ liegen, wird die Entscheidung wohl anders als gedacht einen sehr positiven Effekt haben. Man kann sich nämlich nicht mehr überhebeln! Man kann auch nicht einer schiefliegenden Position im Minus weiteres Risiko an die Seite stellen, weil man schlichtweg gar keine 2. Position aufbekommt und das wird wirklich viele vor großen Dummheiten schützen. Klar wird es auch behindern, aber nach oben wie nach vorn und das sorgt für mehr Depotstabilität. Demnach denke ich, dass sich viele wundern werden, das plötzlich mal beim trading etwas hängen bleibt. Man muss nämlich jetzt ganz genau abwägen, was man mit seiner freien Margin anstellt. Dadurch wird man schon gar nicht mehr so viel Mist nebenbei handeln und konzentrierter agieren. Man kann sich, wenn es richtig kacke läuft auch nicht mehr innerhalb von wenigen schlechten Tagen das ganze Depot zerschießen. Und das sind doch letztendlich bei vielen die Dinge die am Jahresende über Plus oder Minus entscheiden. Die meisten handeln an 15 Tagen im Monat richtig klasse und versauen sich dann die ganze Performance an 5 oder weniger schlechten Tagen im Monat, durch dumme, ungeplant oder gar unkontrollierte Trades. Dabei werden diejenigen aber künftig behindert. Freilich wird die Behinderung auch an der positiven Performance Spuren hinterlassen, die wird geringer werden, aber hinten raus ist das Depot stabiler.

 

Optionsscheine sind in meinen Augen gewiss keine „bessere“ Alternative. Dafür kenne ich einfach zu viele die nur dadurch unprofitabel sind, weil sie eben Optionsscheine handeln. In meinen Augen sind Optionsscheine die wesentlich gefährlicheren Produkte als CFD, da der Emittent bei einem Optionsschein auch jederzeit die Kurse stellt wie er es für richtig hält und auch jederzeit entscheiden kann ob er überhaupt Kurse stellt. So kann es auch passieren, dass man einen Bomben-Trade startet und der Broker einem keine Verkaufskurse mehr für die Scheine stellt, sodass man den Schein im Gewinn nicht mehr los bekommt. Oder der Broker zerrt den Spread so weit auseinander, dass der Trade soooo unheimlich teuer ist, dass selbst bei einem großen Gewinn, der Emittent immer noch erheblich mehr verdient. Kurz vor der Trump-Wahl hatten z.B. fast alle Emittenten im Dax über 100p Spread auf den Scheinen. Wer da gehandelt hat, hat mindestens 99 Punkte mehr Gebühr bezahlt, als bei einem CFD. Und das machen die ja nicht nur zur Trump-Wahl so. Weiterhin sind die Gebühren und Spreads bei Optionsscheinen oft deutlich höher, alles was im Dax hier über einen Cent Differenz zwischen Ask und Bid hinaus geht ist einfach zu teuer. Da mag ich eine etwas eigene und sicher auch schwer greifbare Meinung haben. Aber ich persönlich habe durch unfaire Preisstellung und Kursausführung durch Optionsscheine in meinem Leben vieeeeel mehr Geld verloren als durch Kursabweichungen und unfaire Ausführungen bei CFD und das obwohl ich zu 98% nur CFD handle. Das muss dann schon was heißen. Auch, wenn mir einige von Ihnen dann Trade-Historien zeigen und fragen was sie besser machen können und wo denen Performance flöten geht, sind die Spreads und Kursgebühren fast immer schon alleine ausschlaggeben. Kann man sich ja einfach mal durchrechnen. Pro Trade 1-2 Punkte mehr Gebühren. Das macht bei 3-5 Trades am Tag 20 bis 40 Punkte, das sind im Monat 80-160 Punkte die nur durch Gebühren und erhöhten Spread aufgefressen werden. Jemand der also im Monat mit -50p rausgeht, muss nicht zwingend schlecht gehandelt haben, sondern kann auch einfach nur das falsche Produkt genommen haben. Also ich denke, meine Meinung ist klar. Ich bin absolut kein Freund von Optionsscheinen. Manche mögen sie, ich nicht. Daher kann ich hier zusammenfassend sagen:

Fazit:

          Wir denken die Entscheidung der ESMA wird sich positiv auf die Ergebnisse der einzelnen Trader aus

          Auf einen 1€ Mini kommen künftig etwa 625 € Margin die hinterlegt werden müssen

          Kleine Depots unter 1500€ machen unserer Meinung nach nur noch zu reinen Schulungszwecken Sinn (Erfahrung sammeln)

          Optionsscheine sind in unseren Augen keine bzw. nur eine Notfall-Option, da damit erhöhte Trade-Gebühren einhergehen, die erheblich an der Performance nagen.

          Eine sinnvolle Alternative bietet der Handel mit dem Mini-Dax-Future (5€ pro Punkt zu etwa 5000€ Margin pro Kontrakt) aber für kleine Depots hier auch eher ungeeignet

          Die neue Regel zur Schließung der Position ist im Grunde bei den meisten Brokern schon jetzt gang und gäbe und dürfte nicht sonderlich negativ auffallen

          Wir bleiben jedenfalls weiterhin erstmal bei Admiral, wer das noch in Erwägung zieht, gibt’s hier zusätzlich noch ein paar Informationen: https://admiralmarkets.de/wissen/dax30-cfd?ref_id=8510 und hier dann der Link zur Kontoeröffnung: https://tr.admiralmarkets.co.uk/?ref_id=8510


Liebe Grüße
Martin


Hinweis gemäß §85 WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor erklärt, dass er zum Zeitpunkt der Analyse im Besitz von in der Analyse erwähnten Finanzinstrumenten ist und weist auf den bestehenden Interessenkonflikt hin. Weiterhin spiegelt der Inhalt des Beitrages die persönliche Meinung des Autors wieder. Dieser übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus. Dieser Beitrag stellt keine Kaufs- oder Verkaufsempfehlung und somit auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf, dar. Bedienen Sie sich der aufgezeigten Kurszonen, handeln Sie auf Ihre eigene Verantwortung. 

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