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Open-Interest-Auswertung zum großen September Verfall

"Die Bank gewinnt immer" ist eine gängige Börsenweisheit, die sich im Kleinen auch ausnutzen lässt.

Zum dritten Freitag eines jeden Monats verfallen an der Eurex  die Optionen auf Dax, TecDax und MDax. Im März, Juli, September und Dezember kommt es an diesem dritten Freitag aber zu einem Dreifach-Verfall. An der Eurex kommt es dabei bereits um 12 zum sogenannten Fixing. Dabei verfallen Index-Optionen und Futures aus der Stoxx-Familie. Eine Stunde später werden dann in der Mittagsauktion die Futures und Optionen auf den Dax abgerechnet. Fünf Minuten später folgt der TecDax und weitere fünf Minuten später der MDax. Dem aber nicht genug verfallen zum Handelsende (17:30) noch die Optionen und Futures auf die an der Eurex gehandelten Aktienwerte.

Dieses Spielchen findet nun aber nicht nur an der Eurex, sondern an den meisten der großen Weltbörsen statt. So verfallen Papiere der Schweizer Börse z.B. bereits um 17.20 Uhr. Selbstverständlich versuchen alle Beteiligten vor Verfall, durch Stützungskäufe oder -Verkäufe, ihre Positionen noch positiv zu beeinflussen. Am längeren Hebel  sitzt hier klar die Emittent. Durch dieses hin und her Gezerre, hat sich die Bezeichnung "Hexensabbat" für diese Tage etabliert, da die Kurse wie verhext hin und her springen. So haben wir häufig schon gesehen, dass auch unabhängige Konjunkturbarometer wie der IFO- oder der ISM-Index plötzlich (natürlich völig zufällig und uneigennützig) Werte zur Schau stellten, die völlig abseits der Erwartungen lagen, was zu entsprechenden Verwerfungen an den Börsen führte.

Aber da Hexen auch nur mit Wasser kochen gibt es ein paar Ansätze wie man aus diesen Verfallsterminen Kapital schlagen kann und darum geht es uns hier allen schlussendlich doch. Die Eurex listet in ihrem Datenfeed alle offenen Position auf. Stellt man dann die Puts (Optionen die an fallenden Kursen profitieren) den Calls (Optionen die an steigenden Kursen profitieren) gegenüber, lässt sich des Öfteren der Bereich ableiten der für den Emittenten am günstigsten wäre und daraus schlussfolgern wo die Indizes wohl abrechnen werden. Ich habe mir für Sie mal die Mühe gemacht und die offenen Positionen mal gegenübergestellt.

OpenInterest Auswertung September
Deutlich zu sehen sind die markanten Position bei 11000 und bei 10000. Bei 11000 liegen sehr viele Positionen für Calls (blau). Somit ist es als unwahrscheinlich, dass der Dax über 11000 abrechnet. Das gleiche Spiel auf dem Kopf bei 10000. Dort überwiegen deutlich die noch offenen Put-Positionen. Kurse unter 10000 sind also auch unwahrscheinlich. Da die Regionen aber eh zu weit entfernt liegen, schauen wir noch mal auf das nähere Umfeld. Auffällig ist, dass ab 10500 aufwärts die Call-Positionen im Schnitt überwiegen. Auf 10450 gleichen sich beide Position in etwa aus und ab 10400 abwärts überwiegen im Schnitt die Put-Positionen. Somit muss festgehalten, dass das Optimum bei 10450 zu finden wäre, wo sich der Dax ja nun durch etwas ungewöhnliche Move's eingefunden hat. Es ist somit als wahrscheinlich einzustufen, dass wir bis Freitag weiter seitwärts auspendeln um dann nach Verfall (nächsten Montag), wieder Kurs in Trendrichtung aufzunehmen.

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