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YEN - weiter wie seit 1991?!

Das Währungspaar USD/JPY befindet sich bereits seit 1991 in einem festen Abwärtstrend der Mitte letzen Jahres erneut getestet wurde. Im Grunde genommen begann diese Bewegung sogar schon 1986.

Zuvor hatte der große Zinsunterschied zwischen den USA (hohe Zinsen) und Japan (niedrige Zinsen) dafür gesorgt, dass eine enorme Kapitalabwanderung aus Japan stattfand. Dadurch stieg das Angebot an Yen auf dem Markt, da japanische Investoren ihre Währung in vorwiegend Dollar umtauschten um im Ausland zu investieren. Dies führte zu einer Abwertung des Yen und einem rasanten Anstieg des japanischen Handelsbilanzüberschusses.

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Im Jahre 1985 wurde dann mit dem Plaza Abkommen der G5-Staaten in NewYork eine Abwertung des Dollar gegenüber dem Yen beschlossen. Der Yen verdoppelte sich sich daraufhin in den folgenden zwei Jahren von 240 Yen je Dollar auf das absolute Rekordmaß von 120 Yen je Dollar und setzte diesen Trend die folgenden 20 Jahre fort. Selbst die andauernde Abwertung des Yen von 1995 bis 1998 war nicht von Dauer. So spiegelt der langfristige Chart ganz klar wieder: seit der Verwirklichung des Freihandels des Währungssystems 1984 kennt der Yen übergeordnet nur eine Richtung und zwar eine Aufwertung gegenüber dem Dollar, was eine wirtschaftliche Stabilisierung Japans erschwert. Anders gesagt, man erkennt sehr deutlich wer hier am längeren Hebel sitzt.

Im Januar 2013 begann Japans Ministerpräsident Shinzo Abe gegen diese Tatsache anzukämpfen und schickte die Notenbanken ins Rennen. Mit Erfolg. ...Zumindestens kurzzeitig. Charttechnisch gesehen, lässt sich festhalten, dass die Maßnahmen zu keinem Trendbruch führen konnten. Mit Ankündigung der Amerikaner die Zinsen zu erhöhen scheint die Geschichte nun Kopf zustehen. Der Dollar wertet nun gegen den Yen auf, statt wie Anfang der 80iger Jahre er wegen der hohen Zinsunterschiede abwertete.

Ganz gleich was die Japaner auch tun werden, solange der Amerikaner am anderen Ende den Hebel in der Hand hält, wird der Yen auch weiter aufwerten. Diese übergeordnete Situation sollte man immer im Hinterkopf behalten.

Betrachtet man nun den kurzfristigen Chart, konnte ich auch in Übereinstimmung mit dm Count meines geschätzten Kollegen Ronny Müller festhalten, dass der Yen in den nächsten Tagen noch bis mindestens 96,4 Yen je Doller ansteigen sollte. Optimaler Ausgangspunkt dafür wäre 103,1.

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Count by Ronny Müller

Allerdings sieht Ronny auch noch eine Alternative die einen Bruch des Dreicks mit Anstiegspotential auf bis zu 108,2 vorsieht. Diese Alternative wird von mir jedoch nicht favorisiert.
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Da die Bezeichnung steigender Yen bei fallender Notierung immer wieder zu Irritationen führt, denken Sie bitte daran: Fällt das Währungspaar USD/JPY auf Ihrem Chart nach unten, wertet die erste Einheit, in dem Falle der Dollar, ab (fällt also) und der Yen auf (steigt).

Nächste Lageeinschätzung dann bei 96,4. Bis dahin. DrMartin Kawumm

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